UNESCO Sites

> UNESCO sites in Ligurien: von Genua bis zu den Cinque Terre und Portovenere

Die Region Ligurien hat trotz ihrer vergleichsweise kleinen Fläche zwei Unesco sites die zum Weltkulturerbe erklärt wurden: Die „Stradanuova“ im historischen Zentrum von Genua und das Gebiet der Cinque Terre und Portovenere. 



News

16.11.2011

> Tour enogastronomico: Olioliva – Festa dell’Olio Nuovo

Vi consigliamo il tour enogastronomico Olioliva, una full-immersion nella tradizione alimentare del territorio Ligure.
16.11.2011

> Tour personalizzati nelle Cinque Terre alla scoperta di Van Gogh

State decidendo di organizzare un tour personalizzato nelle Cinque Terre? Vi consigliamo di visitare la straordinaria mostra internazionale “Van Gogh e il viaggio di Gauguin” ospitata presso il Palazzo Ducale di Genova.

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Schau-Weinberg

Ein Projekt zur Erhaltung und Aufwertung des Territoriums im Nationalpark Cinque Terre

Wie ist es heute um die Weinterrassen der Cinque Terre bestellt?

Die Diagnose ist nicht positiv, aber es gibt Möglichkeiten zum Erhalt der Terrassen. Sicher ist eine teure und intensive Therapie von Nöten, aber es gibt eine konkrete Aussicht auf eine günstige Entwicklung.

Mit dem Schau-Weinberg in Volastra (Gemeinde von Riomaggiore) verfolgen wir daher auch dieses Ziel, nämlich zu zeigen, dass diese außergewöhnliche Agrarlandschaft, heute Weltkulturerbe, erhalten werden kann. Die Sanierung beginnt mit einem Rückblick auf die Vergangenheit, es folgt eine Analyse der aktuellen Situation und schließlich die Projektion auf eine Zukunft, die wir für möglich halten. Experten der unterschiedlichsten Disziplinen (Landwirtschaft, Botanik, Landschaftsplanung, etc) haben wir für dieses Projekt zusammengeführt und sind auch weiterhin offen für jede Empfehlung von allen die daran mitwirken möchten.

Das ausgewählte Gebiet befindet sich in der Zone Costa di Posa, ca. 150 m von der Kirche von Volastra entfernt und leicht erreichbar auf dem Wanderweg Nr. 6 nach Corniglia. Das Projekt entstand aus der Zusammenarbeit zweier lokaler Winzer (Prima Terra und Luciano Capellini) mit unserer Agentur Arbaspàa. Mit dieser Maßnahme möchten wir einen Beitrag leisten nicht nur zum Erhalt der Terrassenfelder sondern auch zum Verstehen und zur Verbreitung der Geschichte und Kultur der Cinque Terre. Auf dem Schau-Weinberg kann man die verschiedenen Anbaumethoden des Weins und die zur Arbeit auf den Feldern notwendigen Geräte besichtigen. Mehrsprachige Informationstafeln leiten den Besucher durch den faszinierenden Parcours. Eine Station ist zum Aufenthalt und für die Erklärungen zum Projekt vorgesehen. 

Sanierungsprojekt COSTA DA POSA

1° Maßnahme: Lehrpfad
  1. die Fläche des ausgewiesenen Gebietes beträgt circa 980 m2. In einigen Bereichen kann man die Reben noch erkennen, in anderen wächst Brombeere und Baumheide und es treten bereits Bäume auf.
  2. Mehrere Trockenmauern sind eingestürzt, dies ist der Fall oberhalb des Wanderweges meerseitig Richtung Zone Sottoporciana (ca. 26 m2).
  3. Die seitliche Treppe, die den Zugang zum unteren Feld ermöglicht, muss instand gesetzt werden
Vorschlag zur Erhaltung:
  • im ersten Feld, dem breitesten, Anpflanzung von circa 60 Rebstöcken an 5 Reihen. Es sind 5 verschiedene autochtone Varianten vorgesehen
  • im ersten Feld, dem schmalsten von unten gesehen, werden die Rebstöcke nach “griechischer Art” angebaut, nur ca. 40 cm über dem Erdboden und an Schilfrohr befestigt. Auf diese Weise sind ca. 160 autochtone Stöcke vorgesehen.
  • Die zweite Terrasse wird mit 3 oder 4 Reihen von autochtonen Rebstöcken bepflanzt, so wie auch die dritte und breitere Terrasse
  • mit ca. 50 Pflanzen wird die Möglichkeit getestet, diese hängend anzubauen, an der letzten Trockenmauer oberhalb des Weges nach Sottoporciana
Zielsetzung:

Ziel ist es, dem Besucher die verschieden Anbaumethoden nahe zu bringen, die wahrscheinlich in den Cinque Terre aufeinander folgten 
  • die erste Methode, der hängende oder spontane Anbau. Vielleicht schon seit der Altsteinzeit haben die ersten ligurischen Stämme und Bewohner dieses Küstenstrichs Wein angebaut. Wahrscheinlich setzten sie dazu die Ranken einfach zwischen die Felsspalten in die spärlich vorhandene Erde. Das besondere Klima begünstigte die Entwicklung der Reben und sorgte für eine reichliche Ernte. Unbekannt ist, ob die Trauben zu Wein verarbeitet wurden oder nur der Ernaehrung dienten
  • die Etrusker dagegen nutzten die spontan neben den Rebstöcken wachsenden Sträucher als Befestigung für die rankenden Pflanzen
  • in folgenden Epochen (ab der Römerzeit, auch wenn es keine sicheren Beweise gibt) und nachweislich ab dem 9. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Trockenmauern und der “cian” (Terrassenfelder) begonnen. Die damalige Anbaumethode der “niedrigen Rebstöcke” nur wenige Zentimeter über dem Boden wurde bis in das 19. Jahrhundert beibehalten. Es ist zu betonen, dass die Errichtung der Trockenmauern und damit der einzigartigen Landschaft sicherlich einige Jahrhunderte gedauert hat und dass während der ersten Jahrzehnte vermutlich weiterhin die spontanen Reben auf den Felsen und Abhängen kultiviert wurden.
  • Ab Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Technik “l'autedu” angenommen, die Reben bilden hierbei ein niedriges Zeltdach. Heute ist diese Anbaumethode noch weit verbreitet und sichtbar. In letzter Zeit wird vermehrt der Reihenanbau genutzt, wobei versucht wird, wo es möglich ist die Arbeitsschritte im Einklang mit der Umwelt und Landschaft zu mechanisieren, wie mit Hilfe der Zahnradbahnen und Motorraupen.
  • Letztendlich verfolgen wir das Ziel, eine zukunftsweisende Anlage zu realisieren, die vor allem wichtige Standortfaktoren berücksichtigt: die Exposition zur Sonne, einer der wichtigsten Faktoren für den Wein, der wie alle Pflanzen seine Energie aus dem Licht über die Photosynthese gewinnt und andererseits der Schutz der Trauben vor aggressiven Sonnenstrahlen. Eine gute Luftzirkulation verhindert das Wachstum von Pilzen, Ursache der Weinkrankheit Oidio, aber gleichzeitig muss ein Schutz vor starken Winden, die in den Cinque Terre häufig auftreten, gewährleistet sein. Schließlich gibt es verschiedene Eigenschaften der Reben, die die Auswahl des Geländes zusammen mit dem Boden bedingen, mit dem Ziel einer möglichst einfachen Bearbeitung des Weinbergs.
  • Diese Anbaumethoden, die sich im Laufe der Jahrhunderte abgelöst haben, werden dem Besucher auf ca. 1000 m2 eindrucksvoll veranschaulicht. Neben dem neu bepflanzten Weinberg werden die 2 benachbarten Terrassen berücksichtigt. Diese sind momentan bereits vom Betrieb Luciano Capellini bewirtschaftet, der sie gerne zur Verfügung stellt für den Erhalt weiterer 4 bis 5 schöner Terrassen, die die Schönheit und Vielfalt der bäuerlichen Architektur aufzeigen. Die Terrassen verfügen über Zisternen zum Auffangen des Wassers und Trockenmauern zum Windschutz. Sie wurden vor kürzerer Zeit aufgegeben und eine schnelle Bestandsaufnahme zeigte keine Notwendigkeit von aufwändigen und teuren Maßnahmen zur Erhaltung.
1° Maßnahmen Schau-Weinberg

A) Entfernung der Sträucher wie Brombeere, Baumheide und kleinen Bäumen nach den Richtlinien für Arbeiten auf terrassierten Flächen, Entfernung der alten Rebstöcke samt Wurzelstock, Entfernung der Drähte auf der ehemals bebauten Fläche, Verbrennen oder Vernichten des pflanzlichen Materials.
Totale Oberfläche: 980 m2

B) Errichten von Wegen zwischen den einzelnen Terrassen durch eventuelles Einreißen von Trennmauern und kleinen Trockenmauern auf einer Breite von maximal 100cm, und auf einer maximalen Höhe der Mauer von 1,5 m. Errichten der Rampe und Wiederherstellung der Trockenmauer, welche diese hält.

C)
Wiederaufbau der Trockenmauern
trockenes Mauerwerk mit Steinen aus dem Steinbruch (Transport von 50% der Steine auf der Motorraupe oder auf der Schulter) und bereits vorhandenem Material über eine Auslese vor Ort, Bau der Drainage auf der Rückseite der Mauer, Abbrüche, Aushebungen, und alles weitere Notwendige um das Werk nach den Regeln der Kunst zu vervollständigen. Instandsetzung der Seitentreppe.
Totales Volumen: 26 m3

D) Bodenbearbeitung (Pflügen, Nivellierung,..) zur Vorbereitung einer spezialisierten Weinkultur, durchgeführt mit mechanischer Hilfe (Motorhacke, Seilwinde mit Pflug,..). Transport der Maschinen an den Weinberg und zwischen den Terrassen

E) spezialisierte Weinberg-Anlage vervollständigt mit Pfählen, Jungpflanzen, Drähten; betriebsbereit.

Geführte Besichtigungen des Schau-Weinbergs sind für Gruppen bis 20 Personen vorgesehen. Allen Interessierten (Reiseveranstalter, Reiseleiter oder Privatpersonen) stehen wir gerne für weitere Informationen zur Verfügung. Alle Einnahmen werden vollständig investiert in die Instandhaltung der Trockenmauern, die schriftliche und fotografische Dokumentation und die Pflege des Weinbergs.



P.I. 01120490113 credits